Görlitzer Kreisbahn AG, Görlitz-Weißenberg/Sa. (1905-1922)



Streckengeschichte

Die Hauptgenehmigung für die Strecke Görlitz-Weißenberg i. Sa. wurde am 31. August 1903 erteilt und zwei Jahre später am 20. März 1905 konnte der erste 16,5 km lange Abschnitt Görlitz-Arnsdorf eröffnet werden. Die gesamte 26,6 km lange Strecke bis Weißenberg/Sa. wurde in zwei weiteren Abschnitten bis zum 16. Dezember 1913 in Betrieb genommen. Diese Verzögerung hatte sich ergeben, da die Genehmigung für den 4,4 km langen sächsischen Abschnitt Kritscha-Weißenberg/Sa. erst später durch die sächsische Regierung erteilt wurde.

Auf einem 1,6 km langen Anstieg mit einer 46  Steigung wurden Zahnstangen System Abt verlegt. Bei der relativ geringe Steigung wäre eine Zahnstange eigentlich gar nicht notwendig gewesen und bereits 1922 gab man nach eingehenden Probefahrten den Zahnradbetrieb zugunsten des reinen Reibungsbetriebes auf. Die Privatbahn wurde 1949 verstaatlicht und von der DR übernommen.

 

Die Zahnradlokomotiven

Als Grundausstattung für den Betrieb der Bahn lieferte Esslingen drei Zahnradlokomotiven. Mit der Vollendung der gesamten Strecke folgte 1914 eine weitere Maschine von O&K. 1927 waren neben diesen vier Lokomotiven auch acht Personen-, zwei Gepäck- und 23 Güterwagen vorhanden. Nach der Aufgabe des Zahnradbetriebs blieben die Lokomotiven weiterhin als Reibungsloks im Einsatz, wurden dann aber nach und nach durch Dt-Lokomotiven der ELNA 6-Bauart abgelöst, von denen man je eine 1931, 1936 und 1940 beschaffte. Beim weiteren Verbleib der Esslinger Zahnradloks ist bekannt, daß eine an ein Hüttenwerk in Berlin verkauft, die anderen 1933 und 1940 verschrottet wurden. Die O&K-Maschine gelangte 1949 noch in den Bestand der DR.

Nr.HerstellerFNr.Bj.ArtSpur
mm
LüP
mm
Achsstand
mm
Dienstge-
wicht t
Vmax
km/h
Bemerkung
1Esslingen32971904C/b-n2t14358450340034,845-15nach 1931 ++
2Esslingen32981904C/b-n2t14358450340034,845-15nach 1931 ++
3Esslingen32991904C/b-n2t14358450340034,845-151936 iE, ++
21cO&K68611913C/b-n2t143532,0   1949 DR 89 7571, an VEB Stahl- & Walzwerk Gröditz, Nr. 6, 06.1962 vh, v/v

Literatur

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© Jens Merte